Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V.

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Schutzgebühren und Vorkontrollen

Viele Menschen fragen sich, warum Tierschutzorganisationen Schutzgebühren für ihre Tiere verlangen, eigentlich sollten sie doch froh sein, dass jemand die Tiere nimmt. Im Folgenden erhalten Sie einen kleinen Einblick in die Katzenschutzarbeit und Gründe für die Erhebung einer Schutzgebühr.


1. Ethische Gründe
Wir leben in einer Konsumgesellschaft, in der die Menschen sehr viel Geld für die neueste Technik, Möbel, Freizeitvergnügungen und noch für vieles mehr ausgeben. Gibt es eine neuere Version, wird die alte oft verkauft oder einfach weggeschmissen.
Dies steht dann im Widerspruch zu der grundsätzlich benötigten Bereitschaft Zeit, Mühe und Geld für ein Lebewesen zu investieren.
Am besten sollen Tiere nichts kosten, nett aussehen und keine Arbeit machen. Es fehlen die Einsicht und oft das Geld für eine Kastration der Katze und es ist billiger, diese 2-3 Mal im Jahr werfen zu lassen. Die Kitten werden dann weiter verschenkt oder verkauft, oft unterernährt, krank, verfloht und verwurmt.

Sollte bei einem Umzug in eine neue Wohnung die Haltung einer Katze nicht erlaubt sein, wird das arme Tier oft einfach in der alten Wohnung zurück gelassen, manchmal sogar eingesperrt, ohne frisches Wasser und Nahrung.
Sie erschrecken vielleicht bei diesen Worten, weil Sie anders denken. Leider lehrt uns aber die Erfahrung im Tierschutz, dass es viel zu viele Menschen mit derartigen Denkweisen gibt.

Mit der Schutzgebühr stellen wir zumindest eine Grundbereitschaft dafür sicher, ein Tier versorgen zu können und die Verantwortung dafür übernehmen zu wollen. Jemand, der in guter Absicht ein Tier aufnehmen möchte, wird sich dann nicht scheuen, eine Schutzgebühr zu bezahlen und sich notfalls hilfesuchend an uns wenden, wenn es irgendwelche Probleme gibt.

Die Schutzgebühr deckt nicht annähernd unsere entstandenen Kosten und sie ist für alle Katzen gleich (außer Katzenbabys oder Rassekatzen), egal ob Kater oder Katze, jung oder älter, vorher krank oder gesund. Sie zeigt uns, dass die neuen Besitzer einer Katze den Wert eines Lebewesens zu achten wissen und schützen wollen. Das heißt, sie dient, wie der Name schon sagt, dem Schutze der Katzen. Denn leider denken immer noch viele (oder immer mehr) Menschen, dass das, was nichts kostet, auch nichts wert ist.


2. Anfallende Kosten im Katzenschutz
Katzen vom Katzenschutz (außer Katzenbabys) sind immer kastriert, gechippt, geimpft und bei Bedarf entwurmt und entfloht, sie müssen täglich versorgt werden. Die meistens Katzen haben mindestens einen Tierarztbesuch auf unsere Kosten hinter sich.

Sollten nach der Vermittlung Probleme oder Fragen auftauchen, stehen wir immer mit Rat und Tat zur Verfügung, notfalls nehmen wir die Katze wieder zurück.

2.1 Tierarztkosten
Unsere Tierarztkosten belaufen sich jährlich auf 30.000 bis 40.000 Euro (Behandlungen kranker Tiere, incl. Laborkosten, notwendiger Operationen und Medikamente; Impfungen; Kastrationen, und Chippen der Katzen, auch von verwilderten Hauskatzen; Wurm- und Flohmittel).

2.2 Futterkosten, Streu, Katzenspielzeug etc.
Wir versorgen monatlich zwischen 30-60 Katzen, in den Sommermonaten wegen der vielen Babys auch deutlich mehr. Das heißt wir brauchen für Futter, Streu, Spielzeug und Dinge wie Decken etc. mindestens 1000-2000 Euro im Monat. Darin sind nicht die Kosten für beispielsweise Katzentoiletten, Transportkörbe, Fallen oder Schutzhütten für wilde Katzen enthalten. Auch diese Dinge müssen alle paar Monate oder alle paar Jahre erneut angeschafft werden.
Wenn wir nicht zum einen sehr engagierte Pflegestellen und zum anderen auch mal großzügige Spender hätten, wäre das alles gar nicht möglich.

2.3 Fahrtkosten
Unabhängig von den regelmäßigen Fahrten zum Tierarzt, Abholung von Katzen oder Durchführung der Vor- und Nachkontrollen, erreichen uns regelmäßig Anrufe von hilfesuchenden Menschen aus einem Umkreis von rund 200km. Für uns steht das Wohl jeder Katze im Vordergrund, daher scheuen wir auch lange Anfahrtswege nicht, um Tieren helfen zu können. Bei den aktuellen Benzinpreisen ist offensichtlich, dass auch hier hohe Kosten anfallen.

2.4 Einnahmen durch Schutzgebühren und Mitgliedsbeiträge
Dem gegenüber stehen die Einnahmen durch Schutz- und Abgabegebühren von 30.000 bis 40.000 Euro im Jahr. Die Differenz zu den anfallenden Kosten wird durch Mitgliedsbeiträge, wenige öffentliche Gelder bei Kastrationsaktionen und hauptsächlich durch Spenden abgedeckt.


3. Vorkontrollen - oder warum wir Interessenten erst einmal "ausfragen"
Wer sich für eine Katze von uns interessiert, den prüfen wir zunächst auf Herz und Nieren. Das mag für manche Menschen etwas befremdlich wirken, aber wir tun dies nur zum Wohle des Tieres. Jede Katze, die wir aufnehmen, päppeln, versorgen und pflegen, schließen wir natürlich ganz besonders ins Herz. Daher sind wir darauf bedacht, das bestmögliche Zuhause für jedes Tier zu finden und auch die passende Katze für den Interessenten. Nur so kann es funktionieren. Deshalb ist es so wichtig, möglichst viel über die Gewohnheiten, Arbeitszeiten, familiäre Situationen, Wohnverhältnisse und Umgebung (bei Freigängerkatzen) der Interessenten zu erfahren.
Wenn dann alles "passt", bringen / entlassen wir die Katze in ihr neues Zuhause und stehen den neuen Besitzern jederzeit nach der Vermittlung noch mit Rat und Tat zur Seite.

Spendenkonto

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Blz: 57761591
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