Jamila- Ich bin eine Weltenbummlerkatze

Guten Tag, grüß Gott, bonn dschorno, grüezi!  (Nichtzutreffendes streichen)

Ziemlich schnell habe ich bemerkt,  dass die diesjährige Oktoberreise nicht in den Schwarzwald ging. Schade, ich fand Badenweiler ganz ok. Während der Fahrt hat sich unser Auto zweimal gemeldet: Zuerst hat es gemeint, wir sollten nach der Luft in den Reifen schauen, und dann wollte es auch noch Öl haben. Na, gut, nach ziemlich langer Fahrt ging es in so ein Loch im Berg – so etwas nennt man Tunnel) und als wir wieder raus kamen, sagte er mir, dass wir in Österreich seien, genauer: in Tirol. Kaum hatte ich angefangen, mich darüber zu wundern, ging es runter von der Autobahn, auf die Landstraße und wenige Minuten später waren wir wieder in Deutschland, genauer: wieder in Bayern. So hatte es die Frau in der kleinen Kiste vorgeschlagen. Und gleich zeigte er mir auf der rechten Seite zwei gaaanz tolle Schlösser. Die soll aaangeblich ein König namens Ludwig gebaut haben. So einen Kwatsch glaube ich nicht, denn erstens gibt es keine Könige, höchstens im Märchen, und selbst wenn: Mir kann keiner weißmachen, dass da so ein König mit Krone auf dem Kopf auf dem Baugerüst steht und sein Domizil mauert. Ich überlegte noch, in welchem der beiden Schlösser ich wohnen würde – endlich standesgemäß für mich als Rassekatze – da fuhren wir daran vorbei und doch bloß wieder auf einen spießigen Campingplatz. Dort hat er sich um das Öl gekümmert, und ich mich um den Luftdruck .

Ich muss ja zugeben, eigentlich war unser Stellplatz nicht schlecht: Blick auf Berge und Schlösser und auf den Forggensee.

Nach drei Tagen hatte ich mich gut eingelebt, da fuhren wir wieder weiter: Rein nach Tirol und dann quer durch und schließlich stehen da wirklich auf der Autobahn jede Menge Kassenhäuschen. Die haben uns dann Geld abgenommen. Das nennt man Maut. Und wenig später sagt er: Jamila, wir sind jetzt in Italien. Au weia, meine Italienischkenntnisse sind doch recht bescheiden: bonn dschorno, O sole miau und das war es auch schon. Noch zweimal standen Kassenhäuschen auf der Autobahn. Ich habe gefragt: Maut? “Nee“, hat er geantwortet:“ Mafia!“ Au weia, hoffentlich sind die nicht von kidnapping auf catnapping umgestiegen. Doch meine beiden haben mir versichert, dass sie gut auf mich aufpassen würden. Am Nachmittag landeten wir wieder auf einem Campingplatz. Dort wurden wir von den beiden erwartet, die wir in diesem Frühjahr erfolgreich in der Schweiz verheiratet hatten (ich berichtete). Es war auf dem Platz ziemlich windig; am ruhigsten war es abends und so haben wir fast täglich in das Nachtleben gestürzt.

Ich bin bestimmt jeweils 30 m in jede Richtung gewandert, nur nach Westen nicht, denn dann hätte ich nasse Füße bekommen, denn da war ein See. Der hatte auch einen Namen: Mit Vornamen hieß er Lago, mit Nachnamen di  Garda. Auf dem Platz standen viele Bäume. Von denen fielen Früchte herab, so kleine mit Stein drin. Die Früchte waren entweder oliv-grün oder blau-schwarz. Er wollte mir weißmachen, das wären alles Oliven. Glaub ich aber nicht, höchstens die oliv-grünen. Die anderen müssten Blauen oder so heißen. Wenn Autos darüber fuhren, gab es einen Fettfleck auf dem Weg. Und die Enten, Spatzen und Amseln haben das Zeug gefressen. Ich nicht! Geregnet hat es nur zweimal, und dann auch nur nachts. Und was habe ich sonst noch so gemacht: Dollsche wieta! Das ist Reläcksen auf Italienisch. Dazu braucht man ein warmes Plätzchen, einen vollen Bauch, eine Hand, die krault und dann: dollsche far niente (kann man auch so sagen; ihr merkt schon, meine Italienischkenntnisse erweitern sich!) Ach ja, knapp zwei Wochen später hingen wir wieder den WoWa an und dann wieder Mafia mit Kassenhäuschen auf der Autobahn und Maut, und schon waren wir wieder in Tirol. Da sind wir nicht nordwärts nach Bayern gefahren, sondern westlich. Zuerst erkannte ich die Gegend noch wieder, denn schließlich war ich vor gut drei Jahren schon einmal hier, doch dann wieder so ein Loch im Berg. Da mussten wir Eintritt bezahlen. Der Tunnel dann war ziemlich lang. Ich mag keine Tunnel, da ist das Licht so doof! Doch auch der längste Tunnel hat einen Ausgang: Als wir wieder raus waren, erkannte ich zu meiner Überraschung, dass wir in Vorarlberg gelandet waren. Hier kenne ich mich inzwischen sehr gut aus.  Aber wir sind dort nicht zu unseren anderen WoWa gefahren, sondern dran vorbei. Okeeh, dachte ich, von hier aus geht es jetzt nach Hause. Doch nix da: Eine halbe Stunde später runter von der Autobahn, dann über einen Fluss, von dem er mir weißmachen wollte, es sei der Rhein, glaube ich aber nicht. Und dann erfahre ich: Wir sind in der Schweiz! Nach Italien jetzt auch das noch! Zwei Stunden später belegten wir einen Stellplatz auf einem kleinen Campingplatz, auf den nur etwa 20 WoWa passten. Und der Platz war auch obendrein fast leer. Direkt hinter unserem WoWa war ein Berg, der ausgerechnet Hundsrücken hieß. Na den habe ich dann erklommen, na gut, zu mindestens den ersten Teil. 

Mein Gott, was war es hier ruhig. Sie fuhr tagsüber zu einem Nähkurs oder so. Und ich habe dann auf ihn aufgepasst. Wusstet ihr schon, dass der Ort – Frauenfeld heißt er und ist die Hauptstadt des Kantons Thurgau – ein Stadtwappen hat mit einer Frau, die eine Katze, eine ziemlich große sogar, an der Leine führt? Damit ihr das glaubt, habe ich ein Bild davon eingefügt:

Das Halsband sieht nicht sehr bekwehm aus, deswegen sieht die Katze wohl auch so unentspannt aus. Ich habe kein Halsband, sondern ein Geschirr, das ist sehr bekwehm, deswegen sehe ich auch viel lockerer aus. Ich dachte zuerst, ein Urlaub in der Schweiz sei teuer, ist er aber nicht:  Mein Futter haben wir in ausreichender Menge aus Deutschland mitgebracht, in Italien hatte er genug Leckerlein (ganz tolle Sticks, viiiiel besser als die hier in Deutschland) für mich gekauft  und Wasser gibt es auf dem Platz umsonst. Trotzdem, auch hier war nach vier Tagen Schluss und wir fuhren weiter.

Ich war schon gespannt, wohin die Reise jetzt ging, da sah ich, dass wir erst am Bodensee vorbei  und dann durch Konstanz fuhren: Da kannte ich mich wieder aus, denn auch hier war ich schon einmal. Und hurra: es ging nach Hause. Noch am Nachmittag habe ich einen Kontrollgang durch Haus und Garten gemacht: War alles okeeh.

Ciao a tutti und beste Grüße von eurer Weltenbummlerkatze جميلة

PS: Ach ja, kürzlich haben wir auch gefeiert, dass ich seit 200 Wochen hier Familienmitglied bin. Da floss der Schampus in Strömen! okeeeh , nee, nee, es war diesmal kein Aldi-Sekt, sondern Prosecco. Son bisschen dollsche wieta muss ich meinen beiden auch mal gönnen.

zurück

 

Also, kürzlich brach bei uns wieder die Packhektik aus, und als auch noch die Vögelchen mit ihren Ställen aus dem Haus getragen wurden, wusste ich: wir verreisen wieder. Und schon wurde ich geschnappt und ins Auto getragen. Ich merkte sofort: Hier stimmt etwas nicht, das ist ein anderes Auto. Da ich bisher die Erfahrung gesammelt habe, dass immer, wenn ich in ein mir bis dahin unbekanntes Auto getragen wurde, sich meine Lebensumstände dramatisch veränderten – so war es, als Frau Brezina mich abholte, als Frau Alt mit mir zum Tierarzt fuhr und schließlich als mich meine beiden nach Leverkusen äcksportierten. Nicht, dass sich die Veränderungen als nachteilig für mich erwiesen hatten, aber als grundsätzlich konservativ eingestellte Katze war ich erst einmal skeptisch. Doch meine beiden haben mich schnell beruhigt: Sie hatten sich lediglich mal nach vielen Jahren wieder ein neues Auto gekauft. Das habe ich mir später genauer angeschaut. Ja, wie es sich für mich als Rassekatze gehört, ist es ein Auto der gehobenen Lucksus-Klasse. Woran ich das erkannt habe? Ich sage nur:  6-7-8.

Also: 6 Das Auto hat 6 Sitzplätze: Vorne sitzen meine beiden, dahinter sitze ich in meinem Kaninchenkäfig (unwürdig, aber sehr geräumig) und ganz hinten sitzen unsere 3 Vögelchen – macht zusammen 6.

Also: 7 Das Auto hat 7 Türen: Ganz vorn eine, die hochgeht beim Öffnen. Darunter ist nur unnützer Plunder, der Krach macht. Das sollte man alles wegwerfen, dann hätten wir mehr Platz für Wichtiges. Vorne rechts und links die 2 Türen für meine beiden. Dahinter 2 Türen für mich und meinen Käfig. Ganz hinten wieder eine Tür, die auch nach oben aufgeht, für unser Gepäck und die Vögelchen. Und dann noch eine kleine Tür an der Seite, an der es so ähnlich riecht wie manchmal in unserem Heizungskeller.  Die halte ich auch für total überflüssig. Das macht zusammen 7 Türen.

Also: 8  Das Auto hat 8 Räder: Vorne 2, hinten 2, rechts 2, links 2 – macht zusammen 8.

Ja, ja, mit Zahlen und Mattetick macht mir so schnell keiner was vor!

Also, so fing die Fahrt an, und als wir schließlich am Ziel in Österreich von der Autobahn abfuhren (Ausfahrt Bludenz/Bürs), ging es nicht in Richtung Campingplatz Bludenz, sondern in die Gegenrichtung, und schließlich fuhren wir auf den Campingplatz Bürs. Bevor ich mich fragen konnte, was ich da soll, sehe ich da unseren Wohnwagen stehen samt Vorzelt! Dann haben mir meine beiden erklärt, dass der Platz in Bludenz im letzten Jahr geschlossen wurde, und meine beiden mussten den 40 Jahre alten Wohnwagen mit allem Zubehör versetzen. Jetzt verstand ich auch, warum die beiden im November des letzten Jahres so wenig Zeit für mich hatten, als wir in Bludenz beim Nachwuchs der beiden wohnten. Und als ich schließlich in den Wohnwagen durfte, war alles so, wie es vorher war: Futter und Wasser schräg vorne, ein Klo vorne und eines hinten, alles gut geheizt. Da war ich doch sehr beruhigt.

Was gänzlich anders war, das war die Aussicht. Vorher konnte ich von meinem Lieblingsplatz aus den Berg Schesaplana sehen, der ist sehr schön und auch sehr hoch, fast 3000 m. Den sah ich jetzt nicht mehr, dafür  aber Bergketten, deren Höhe nur popelige 2000 bis 2500 m beträgt.

Und, direkt gegenüber war nicht der Wohnwagen der Familie Sutter mit ihren zwei Hunden, sondern ein Gehege mit gaaanz großen Tieren. Die habe ich mir einige Tage voller Interesse angeschaut. Dann – mutig wie ich bin, bin ich zu denen hinüber gegangen. Die Tiere sind so hoch wie meine beiden, aber viel länger. Nach einiger Zeit kam eines von denen auf uns zu. Ich blieb heldenhaft stehen – auch noch als es bis auf 2 m an uns herankam, aber als es seinen Kopf – der war größer als ich – zu mir herabsenkte, um mich zu fressen, entschloss ich mich zum geordneten Rückzug – okkeeh, knapp zwei Sekunden später war ich in unserem Wohnwagen! Inzwischen weiß ich, dass solch ein katzenfressendes Monster Fert heißt. Nach dieser Aktion habe ich mich die nächsten 3 Tage nicht mehr aus dem Vorzelt heraus getraut.

Auf unserem Campingplatz hing ein Plakat, auf dem stand, dass am kommenden Sonntag – als Bürser Fasnat-Brauch – Pumas durch den Ort getragen würden. Das war mir gar nicht geheuer: Denn ab und zu sagen meine beiden zu mir Plüsch-Puma, und wenn die mich jetzt durch Bürs tragen würden! Nicht dass ich etwas dagegen habe, getragen zu werden, aber bei diesen Umzügen gehen immer Leute mit, die haben so krumme  Blechrohre, in die blasen sie an der einen Seite hinein und dann kommt an der anderen Seite Lärm heraus, und den mag ich doch gar nicht. Auch da konnten mich meine beiden beruhigen: Puma nennen die in Bürs ihre Lampions. Wennse das nicht glaubst, musste mal gugeln: Puma Bürs.

Nach insgesamt zwei Wochen dort sind wir schließlich wieder nach Hause gefahren.  Da war alles wieder so, wie ich es gewohnt bin. Darüber bin ich erst einmal froh, denn wer weiß, was noch für Veränderungen auf mich zukommen werden.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Kommt gut in den Frühling! Ich jedenfalls genieße den Garten wieder.

 

Eure جميلة

 

Hallo zusammen!

Also, beim Finale des letzten bjuti-Termins, also wenn er mich festhält und sie mir die Innenseite der Beine kämmt, sacht er zu ihr: Die Katze hat einen Knubbel am Bauch. Sacht sie: Zeich mal. Dann sacht sie: Stimmt. Und er springt gleich zum Telefon und ruft bei meiner Tierärztin an. Kurze Zeit später bin ich in der Praxis. Die macht erst an mir rum und dann ein sorgenvolles Gesicht und dann hatte ich für den übernächsten Tag einen neuen Termin. Am Abend davor hat man mir das Futter weggenommen. Und dann tat die Tierärztin so, als ob sie mich impfen würde. Ich habe noch genau aufgepasst – aber dann wurde ich müde und bin eingeschlafen.

Als ich aufwachte. habe ich mich gefühlt wie nach der Katztrazion vor gut vier Jahren. Mir war ganz komisch im Kopf.  Mein Bauch war rasiert und rot-braun gefärbt und tat weh, darauf war ein Riesenpflaster und man hat mir so einen komischen Kragen ungetan, auf dem noch zu allem Überfluss stand: für kleine Hunde. Etwas später haben mich meine beiden wieder abgeholt und ich durfte wieder nach Hause. Gut, dass mich keiner in dieser albernen Aufmachung gesehen hat. Das war gestern. Morgen nimmt man mir den Kragen, der entsetzlich beim Essen und Trinken stört, ab und ich bekomme ein neues Pflaster.

Und warum das Ganze: Die Tierärztin hat gemeint, ich hätte einen Krebs im Bauch, genauer gesagt an den Milchdrüsen. Und der müsste raus. Mich hatte er bisher nicht gestört. Ich weiß nicht, was die mit dem Krebs gemacht hat. Ich bin zwar der Meinung, so ein Krebs als Wassertier gehört in einen Teich oder so. Meine beiden meinten, der Krebs wird auf Reise geschickt zu Leuten, die sich ihn genau angucken und dann sagen können, ob er lieb oder böse war.

Na egal, Hauptsache, ich habe damit niiie wieder was zu tun.

Damit ihr das mit dem komischen Kragen glaubt, habe ich ein Bild davon angehängt. Bitte nicht auf eurer hoom-peetsch zeigen. Das wäre mir zu peinlich und hinterher werde ich von allen anderen Katzen ausgelacht.

Ansonsten geht es mir gut. Genießt den Frühling – wenn er dann mal wirklich kommt.

Beste Grüße von eurer

جميلة

 

Hallo zusammen,

also, mir geht es zurzeit prima. Eigentlich bin ich trotz der doofen Operation in einer glänzenden Lage: 1. Habe ich eine Familie, die mich ganz doll lieb hat 2. Meine beiden haben mir fest  versprochen, mich niiiie alleine zu lassen und immer für mich zu sorgen und 3. Hat mir meine Ärztin zugesagt, dass sie mir ganz bestimmt helfen wird, wenn es mir einmal ganz, ganz schlecht gehen sollte. Ich bin ganz sicher, dass es genug Menschen gibt, die froh wären, wenn sie es genauso gut hätten wie ich.

Wir drei lassen uns nämlich nicht unterkriegen! Damit ihr seht, wie sehr wir unser Leben genießen, möchte ich nur berichten, dass wir kürzlich wieder ein rundes Ereignis zu feiern hatten. Nämlich 51 Monate ich als Katze hier! Da floss der Schampus in Strömen! Okeeh, eigentlich war es bloß wieder Aldi-Sekt. Und kommt mir jezz bloß nicht damit, dass 51 keine runde  Zahl ist. Dann habt ihr nämlich von Mattetick keine Ahnung! Ich schon!! Hier der Beweis!!! Macht mal mit 51 die Primzahl-Zerlegung und was erhaltet ihr: 51 ist 3 mal 17. Jezz addiert man 3 plus 17 und erhält 20. Von 20 muss man nur noch die Zahl meiner Ohren, nämlich 2, abziehen. Das ist ganz einfach, auch für Leute, die nicht so gut in Mattetick sind wie ich. Wenn man von 20 die 2 entfernt – also 20 minus 2 –  bleibt nur noch die 0 (Null) übrig, und die ist doch wohl sehr rund, was zu beweisen war! (Falls ihr irrtümlich bei 20 minus 2 auf 18 gekommen seid, dann habt ihr euch verrechnet. Wenn ihr es dann noch immer nicht kapiert habt, dann schreibt mal 20 auf einen Zettel, reißt ihn so durch, dass die 2 entfernt wird, und voala! Es bleibt 0 übrig!

Ach ja, es gibt ja Leute , die glauben, dass kleine grüne Männchen vom Mars zu uns kommen. Das ist natürlich Kwatsch! Ich weiß es inzwischen besser: Es sind große grüne Männer und die kommen aus Leichlingen von einem Gartenbaubetrieb und die sind zuerst über meinen Gaten hergefallen und haben ihn verwüstet und jetzt sind sie dabei, ihn wieder schön zu machen. Was ich schon erkennen kann, sind schmale Wege im Katzenformat. Ich glaube, wenn alles fertig ist, wird mir der Garten wieder gefallen.

Ja, meine beiden haben sich über die Info zu eurer Jubel-Feier gefreut und haben sich diesen Termin in ihre Kalender geschrieben. Meinetwegen sollen sie ruhig mal dahin gehen.

Eure

جميلة

Hallo zusammen!

Also, da bin ich wieder, zurück von unserer Osterreise. Wir waren in Lörrach. Fast jeden Tag sind meine beiden in die Schweiz gefahren, um sich den Nachwuchs von ihrem Nachwuchs anzusehen. Der ist kein Perser so wie ich, sondern ein Schweizer – eine Rasse, die mir bis dahin unbekannt war. Gemeinsam haben wir beide das aktuelle Gewicht, so ca. 3800g. Er kann aber noch nicht das Katzenklo benutzen. Und macht auch sonst viel Arbeit. Die hätten sich besser auch eine Perserkatze zulegen sollen – ach so, geht ja nicht, denn das Männchen ist gegen Katzen algerisch.

Die erste Zeit in Lörrach war doof, denn ich musste noch immer diesen albernen Kragen tragen. Rausgegangen bin ich damit auch nicht. Ich wäre bestimmt von den lörracher Katzen ausgelacht worden. Nach einigen Tagen wurde ich in den kleinen Käfig gesetzt und wir sind in eine Tierklinik gefahren. Ich hatte schon einen Termin als Privatpazient. Eine ganz nette Tierärztin hat zuerst mich begrüßt, dann meine beiden, dann  haben die ihr was erzählt, danach hat sie sich Papier angeschaut. Auf einem stand „Überweisung“.  Und danach hat sie mich untersucht und zum Schluss die Fäden am Bauch gezogen. Das war gar nicht lustig. Na, auch das habe ich überstanden. Am Folgetag wurde ich eeendlich den doofen Kragen los. Und ich durfte raus. Ich habe mich gleich in das Nachtleben von Lörrach gestürzt – okeeeh, die ersten beiden Tage bin ich nur um unseren Wohnwagen herum gegangen, aber danach habe ich mich doch bis an die Enden unseres kleinen Seitenweges getraut – ich bin ganz schön tollkühn!!

Und jetzt  sind wir wieder hier. Und wir haben Frühling. Meine beiden sind eines Nachmittags zurückgekommen und haben einen Gartentisch und zwei dazu passende Stühle mitgebracht. Ich habe keine Ahnung, was ich mit dem Tisch soll. Und ich verstehe auch nicht, was ich mit dem zweiten Stuhl soll – einer reicht mir vollkommen.

Ach so, meine Tierärztin hier in Leverkusen weiß jetzt, dass der Krebs, den sie mir herausgeschnitten hat, ein böser war. Keine Ahnung, was das für meine Zukunft bedeutet. Ich genieße einfach meine Zeit.

Genießt doch auch einfach den Frühling

eure جميلة