Ari, männlich, 7-8 Jahre, Freigang

Ari der Kämpfer wurde seit vier Jahren von einer Altenpflegerin regelmäßig an den Außenanlagen eines Altenheimes in Bad Neuenahr gefüttert. Er sah immer wohl genährt aus und irgendwann durfte die tierliebe Dame ihn dann auch streicheln.

Doch plötzlich kam er nicht mehr. Eines Abends, nach mehreren Wochen der Abwesenheit, tauchte er wieder auf: vollkommen abgemagert und ungepflegt. Aus dem Mäulchen lief eitriges stinkendes Sekret. Die Altenpflegerin bekam einen Schrecken und informierte sofort die Katzenschutzfreunde; sie machte sich Sorgen, dass er krank sei. Eine ehrenamtliche Helferin der Katzenschutzfreunde holte ihn noch am gleichen Abend, gegen 23.30 Uhr ab und stellte ihn am nächsten morgen der Tierärztin in Bad Neuenahr vor.

Kaum zu glauben, der Kater war gechipt, doch nicht registriert. Anhand der Kerbe im Ohr konnte ein ortsansässiger Katzenschutzverein, der vor Jahren den Kater chippen ließ, ausfindig gemacht werden. Dieses Tier wurde damals kastriert, markiert und gechipt und an einer Futterstelle für Wildchen in Bad Neuenahr wieder ausgewildert. Nach einem Telefonat zwischen der Tierärztin und diesem Verein, wurde uns gesagt, dass dieser Verein sich nicht mehr um den Kater kümmern wollte.

Wir, die Katzenschutzfreunde sollten ihn behalten – und genau das taten wir dann auch.

Der kranke Kater wurde nun sehr liebevoll durch  Pflegestellenmama und Tierarztpraxis umsorgt. Er bekam Fiebersenker, Schmerzmittel, Antibiotika und Infusionen, da er dehydriert war. Die Zähne waren teilweise verfault und er hatte eitrige Zahnfleischentzündungen. Leider konnten wir ihn in diesem Zustand nicht operieren lassen. Er wurde erst einmal gepäppelt und das Fieber musste verschwunden sein. Ari bekam wenige Tage später sieben vereiterte Zähne gezogen. Wegen seine schlechten Gesundheitszustands fuhr die Pflegestellenmama täglich 50 Kilometer nach Bad Neuenahr in die Praxis um den Kater spritzen und infundieren zu lassen. Ari weigerte sich ja leider, Antibiotika und Schmerzmittel in Tablettenform einzunehmen. Ein schwerer Nickhautvorfall und entzündete Augen stellte uns dann vor neue Probleme: Ari bekam Augensalbe und wurde noch einmal entwurmt. Das half. Langsam nahm Ari an Gewicht zu und fraß etwas mehr als nur flüssige Nahrung. Er fing an zu schmusen und war nun endlich an allem interessiert, was so in seiner Umgebung passierte. So schöpften wir Hoffnung, dass er bald wieder wohlauf ist. Doch weit gefehlt, er bekam einen Rückfall. Hohes Fieber und verändertes Fressverhalten deuteten darauf hin, dass irgendwas wieder nicht mit ihm stimmte. Er musste wieder zum Tierarzt, dieses Mal ging es zum Glück in die nähere Umgebung, so hatte die Pflegestellenmama nicht mehr diesen weiten Weg mit dem armen Kerl.

Bakterien hatten die Zahnleiste unterwandert und schlimme Entzündungen verursacht.

Fieber, Schmerzen und Fressunlust waren an der Tagesordnung und auf der Pflegestelle machte man sich große Sorgen um den kranken Kater. Wieder musste er unter Narkose gesetzt werden, um die verbliebenen Zähne zu ziehen. Kein Zahn kann ihn nun mehr stören. Ein neues Antibiotikum half ihm, die Entzündungen zu bekämpfen.

Ari unser Kämpfer eben!! Aber auch der intensiven Pflege seine Pflegemama hat Ari sein Leben zu verdanken!

Es folgten wieder Wochen des Päppelns und penibler Einnahme der Medikamente. Ebenso wurde eine weitere Erkrankung bei ihm festgestellt, die sich schlimmer anhört, als sie ist: eine linksseitige Aryknorpellähmung, für diese Erkrankung muss er täglich eine halbe Cortison Tablette einnehmen. Dies ist überhaupt kein Problem, da er diese über Leckerstängelchen bekommt. Kosten dieser Tabletten im Jahr um die 30 Euro. Informationen über diese Erkrankung gerne über unsere Tierärzte.

Aber nun ist es soweit: Ari hat seine Chance genutzt und darf endlich in ein eigenes Zuhause einziehen, das erste Zuhause in seinem Leben!

Ari ist gechipt, mehrfach entwurmt und kastriert.

Auch nach den Vermittlungen unserer Schützlinge stehen wir Ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite.

Pflegestelle: Katzenhaus

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