Unsere Notfellchen

Wenn alles anders wird….. – Die blinde Lilly sucht liebevolle und verantwortungsbewusste Menschen

Lillys Geschichte kann man nicht in ein paar Sätzen zusammenfassen – zu viel hat die blinde Katze in der letzten Zeit erlebt, und es würde auch der liebenswerten Samtpfote nicht gerecht werden -, daher möchten wir ihre Geschichte so genau wie möglich erzählen – zudem, um auch wirklich das richtige Zuhause für die sensible Katze zu finden.

Die siebenjährige Lilly führte ein glückliches und zufriedenes Leben bei ihrem geliebten Frauchen. Die blinde Katze wurde liebevoll umsorgt und von Herzen geliebt, bis sich ihr Leben von einem Tag auf den anderen änderte. Lillys Frauchen erkrankte schwer, so schwer, dass sie die Versorgung von Lilly nicht mehr gewährleisten konnte und sich schweren Herzens entschied, sich von ihrer Katze zu trennen, damit Lilly ein neues, fürsorgliches Zuhause findet.

So kam Lilly zu den Katzenschutzfreunden. Die hübsche Katze fand relativ schnell ein neues Zuhause, was uns sehr freute. Nur leider passte die Chemie dann doch nicht zwischen Lilly und dem neuen Dosenöffner; so zog Lilly wieder auf eine unserer Pflegestellen ein.

Zunächst klappte alles problemlos. Lilly war anhänglich, verschmust und aufmerksam. Doch plötzlich verschlechterte sich ihr Zustand; sie wurde träge, bewegte sich kaum noch, fraß nichts und hatte Probleme mit der Verdauung. Ihre Pflegemama brachte sie sehr besorgt zum Tierarzt, in das Anicura Kleintierzentrum nach Mayen. Dort wurde sie mehrere Tage stationär aufgenommen, da sie dringend Flüssigkeit und Medikamente brauchte. Bei der Blutuntersuchung stellte sich leider heraus, dass sie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung und wahrscheinlich dadurch bedingt Diabetes hat. Schlechte Leberwerte kamen dazu. Lilly wurde direkt entsprechend versorgt, und ihre Insulindosis wurde während des Klinikaufenthalts eingestellt. Außerdem bekam sie Schmerzmittel, Enzyme, um die Verdauung zu unterstützen, und spezielles Diabetes-Futter.

Nach einigen Tagen besserte sich Lillys Zustand, und sie konnte wieder zurück auf die Pflegestelle. Ihre Pflegemama wurde von der Tierärztin genauestens über die Medikamentengabe und die korrekte Verabreichung des Insulins informiert. Lilly bekommt Schmerzmittel und Enzyme übers Futter; die jeweils notwendige Menge an Insulin muss morgens und abends immer möglichst zur gleichen Uhrzeit gespritzt werden. Davor muss die Katze unbedingt Futter zu sich nehmen, damit der Blutzuckerspiegel durch die Insulingabe nicht plötzlich zu niedrig ist.

Lillys Zustand stabilisierte sich; sie war wieder verschmust, nahm an allem teil und fraß. Doch nach einigen Tagen der Freude darüber, kam der nächste Rückschlag. Lillys Zustand verschlechterte sich erneut, sie fraß schlecht und zog sich zurück. Es schien, dass sie wieder eine Blasenentzündung hatte, an der sie schon einmal vor ihrer ersten Vermittlung litt. Wieder musste Lilly in das Anicura Kleintierzentrum, und wieder waren ihre Blutwerte so schlecht, dass sie stationär aufgenommen werden musste.

Die Prognosen standen leider schlecht. Doch durch die tolle Arbeit der Tierärzte konnte Lilly wieder stabilisiert werden. Ihre Bauchspeicheldrüse war nicht mehr entzündet, ihr Blutzuckerspiegel wurde erneut gut eingestellt und mit dem Antibiotikum und den Schmerzmitteln ging es ihr besser.

Lilly ist wieder auf ihrer Pflegestelle, und es geht ihr gut. Sie bekommt spezielles Futter und wird morgens und abends regelmäßig nach dem Füttern mit Insulin gespritzt. Vor dem Spritzen werden ihre Blutzuckerwerte gemessen – dies geschieht mit Hilfe eines Blutzuckermessgerätes. Die Pflegestelle steht in ständigem Kontakt  mit der Tierärztin.

Nun hoffen wir sehr, dass die schlechte Zeit für Lilly vorbei ist und dass es nur noch aufwärts für sie geht. Und ihr ganz großes Glück wäre, in ein liebevolles, fürsorgliches und verantwortungsbewusstes Zuhause ziehen zu dürfen. Wir wissen, dass dies wahrscheinlich nicht so leicht wird, denn Lilly hat zwei „Handicaps“: Sie ist blind und leidet unter Diabetes. Wir wissen aber auch, dass es Menschen gibt, denen es Erfüllung bereitet, sich gerade um kranke Katzen zu kümmern und ihnen ein schönes Zuhause zu schenken.

Und letztendlich stellt die Blindheit für Lilly keinerlei Beeinträchtigung dar. Lilly kommt damit sehr gut zurecht. Sie erkundigt alles mit Vorsicht und mit Bedacht, und wenn sie ihre Umgebung kennengelernt hat, bewegt sie sich genauso sicher wie jede andere Katze. Hektische, unkontrollierte Bewegungen sollte man allerdings vermeiden; ebenso laute Geräusche. Überhaupt sollte Lillys Zuhause ruhig sein, denn das gibt ihr Sicherheit: keine Hunde, Artgenossen oder Kinder. Die Wohnungsgestaltung sollte nicht so oft verändert werden, da sich eine blinde Katze an den Möbeln orientiert. Die Futter- und Wasserstelle sollte immer am gleichen Ort aufgestellt werden, genauso wie die Katzentoilette, der Lieblingsschlafplatz und der Kratzbaum.

Und auch mit Diabetes kann Lilly noch ein langes, schönes Katzenleben führen. Voraussetzung dafür ist natürlich die richtige Behandlung. Und hier sind ihre Menschen gefragt. Insulin-Injektionen, regelmäßige Blutzuckermessungen, angepasste Ernährung, Kontrollbesuche beim Tierarzt sind notwendig – das sollte man sich bewusst machen. Aber es ist machbar und das Spritzen und Blutzuckermessen ist nicht kompliziert. Zudem verhält sich Lilly äußerst kooperativ – sowohl bei den Tierarztuntersuchungen als auch beim Messen des Blutzuckers.

Lilly ist überhaupt eine ganz tolle Katze. Sie ist unheimlich verschmust, sucht den Kontakt und die Nähe zu den Menschen; liebt es, gebürstet und gekrault zu werden – am liebsten am Bauch, dann legt sie sich auf den Rücken und schnurrt ganz laut. Sie braucht Aufmerksamkeit und Zuneigung und dankt diese mit großer Anhänglichkeit.

Lillys Frauchen schrieb in ihrem Abschiedsbrief an ihre Katze: „Meine liebe blinde Lilly, für deinen weiteren Lebensweg wünsche ich dir eine Umgebung von Menschen, die dich genauso lieb haben und sich gut um dich kümmern.“

Dieser Wunsch muss einfach wahr werden.

Lilly wartet auf ihrer Pflegestelle in Mühlheim-Kärlich auf diese Menschen.

Die wunderhübsche Glückskatze hat all die strapaziösen Behandlungen ohne zu Murren ertragen; sie hat die ganze Zeit über so tapfer mitgearbeitet, hat uns vertraut und ist einfach nur eine wunderbare und sehr liebenswerte Samtpfote. Das Glück hatte sie in der letzten Zeit verlassen, aber wir hoffen, dass jetzt nur noch schöne Zeiten auf unser blindes Mäuschen warten, und wir werden alles daran setzen, dass dies so sein wird.

Wie man sich nun sicher vorstellen kann, haben all die Tierarztbesuche, die Klinikbehandlungen, die Medikamente und das Spezialfutter viel Geld gekostet. Bis jetzt belaufen sich die Kosten auf 1.269 Euro, und das ist noch nicht der Endbetrag; es stehen weitere Untersuchungen und Medikamente an. Für uns als Katzenschutzverein, der alles erdenklich Mögliche für seine Schützlinge macht, ist diese Summe immens hoch.

Wir bitten daher um finanzielle Unterstützung für die tapfere, hübsche Lilly. Wir würden uns sehr über Spenden freuen – diese können Sie auf unser Vereinskonto überweisen:

IBAN DE61 5776 1591 0416 1258 00
Volksbank RheinAhrEifel eG
Kennwort: Für Lilly

Oder Sie übernehmen eine Patenschaft für Lilly. Es ist egal, wie hoch der Betrag ist, ob monatlich, einmal im Quartal, halbjährlich oder jährlich – das entscheiden Sie. Gern erteilen wir Ihnen auf der Hotline 02646 915928 nähere Auskünfte.

Wir – und vor allem Lilly – danken Ihnen von ganzem Herzen.