Paul – „Ich bin der König!“

Hallo, ich bin Paul

oder auch Paulemann, Paulchen, Mausebär, Kleiner und Stinker genannt. Das ist aber egal, ich höre ohnehin nur, wenn dadurch Essen in Aussicht gestellt werden kann.

Woher ich komme, wie alt ich genau bin und was ich bisher tatsächlich alles erlebt habe, bleibt mein Geheimnis. Aber am 29.11.2020 begann ein neuer Lebensabschnitt für mich.

Da kamen doch tatsächlich 2 Menschen aus dem fernen Westerwald extra wegen mir bis nach Schalkenbach. Sie erzählten was von „Liebe auf den ersten Blick“ und dass sie gut für mich sorgen wollen. Meine liebe Frau Brezina (Danke für alles ) sah direkt, dass „die Chemie stimmte“ und ratz fatz wurde ich in einen Korb verfrachtet und sah mich auf der bisher längsten Autofahrt meines Lebens.

Das war vor knapp 6 Monaten und was soll ich sagen: Ich bin der König der Welt! …Na gut, der König in meiner neuen, kleinen Welt.

Obwohl ich es meinen neuen Menschen nicht leicht gemacht habe – und auch heute manchmal noch nicht mache – lieben sie mich abgöttisch. Ich bin nicht der Schmusekater, für den ich mich zwangsläufig im Katzenhaus ausgegeben musste, damit ich durchkomme. Hochheben mag ich auch überhaupt nicht. Und geschlossene Türen hasse ich und versuche sie einzurennen. Das alles stellt meine Menschen manchmal vor große Herausforderungen und bringt sie oft an den Rand der Verzweiflung. Aber zum Glück bin ich sooo süß und wenn ich sie mit meinem Silberblick anschaue, schmelzen sie dahin.

Sie machen ALLES für mich. Sie teilen Ihre große Wohnung mit mir. Da ich aufgrund meines geschädigten Auges nicht mehr raus darf, haben sie ihre Einrichtung angepasst und jede Menge Plätze für mich geschaffen (am liebsten ist mir aber trotzdem die Couch) und ganz viel Spielzeug steht mir zur Verfügung. Manchmal lasse ich sie auch mittspielen, aber ich tobe auch gerne alleine durch mein Reich. Und es gibt nur das beste Futter für mich. Leider in meinen Augen nicht immer genug, denn der weibliche Mensch meint, ich würde zu dick. Aber zum Glück habe ich ja da noch meinen männlichen Kumpel, der lässt mich nicht im Stich. 

Wie ihr seht: ich bin tatsächlich der König. Und ich glaube, wenn das so weiter geht, muss ich wirklich darüber nachdenken, ob ich nicht doch noch zum Schmusekater werde (die Probeschmusungen laufen auf Hochtouren) und mich in den Arm nehmen lasse.

Viele Grüße

Euer Paul