Santo, männlich, geschätzt 1 Jahr, Freigang

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Santo kommt aus einer sehr großen Katzenpopulation. Es handelte sich um über 30 Katzen, die in einer kleinen Ortschaft in der Eifel sehr oberflächlich versorgt wurden. Man kümmerte sich nicht darum, dass die Katzendamen ständig tragend waren oder ob alle Tiere genug zu Fressen hatten. Keiner fühlte sich für dieses Problem verantwortlich – und das in einem Zeitraum von 5 Jahren. Eine Anwohnerin meldete uns dieses Problem, und wir haben sofort reagiert und mit Lebendfallen die vielen Katzen eingefangen. Allein die Fahrstrecke bis zu der Fangstelle waren über 40 km.

Leider gibt es in diesem Gebiet keine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht. Die Verbandsgemeinde Adenau, zu der diese Ortschaft gehört, weigert sich, die Katzenschutzverordnung für die 36 Kommunen einzuführen. Anscheinend ist der Leidensdruck der Katzen nicht hoch genug, um zur Einsicht zu gelangen, dass hier gehandelt werden muss. Und gewissermaßen verlässt man sich darauf, dass die Katzenschutzfreunde die Arbeit machen und alles finanzieren; und die Kosten, die allein für diese 30 Katzen für Untersuchungen, Behandlungen und Unterbringung entstanden sind, waren enorm.

Zurück zu Santo. Der hübsche Rote ist einfach nur liebenswert. Immer freundlich, verschmust, bescheiden und sehr sozial. Santo mag einfach jeden, ganz gleich, ob Zwei- oder Vierbeiner. Er ist dankbar für jegliche Zuneigung und Liebe, hat er sie doch so lange entbehren müssen.

Und nun wünscht er sich eine Familie, die sich immer um ihn kümmert – sein ganzes weiteres Leben lang. Freigang hätte der Süße gern, nach einer Eingewöhnungszeit von etwa sechs bis acht Wochen und in einer verkehrsberuhigten Gegend. Freigang ist zwingend notwendig, kommt er doch von draußen.

Im Katzenhaus in Schalkenbach freut sich Santo über netten Besuch, und noch mehr über seine eigene Familie – die erste in seinem Leben.

Pflegestelle Katzenhaus