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Wer denkt an Deutschlands Straßenkatzen?

Unterernährte, kranke, scheue Katzen, die im Freien leben, immer hungrig und voller Parasiten – solche Bilder kennen viele nur aus dem Ausland. Doch auch hier in Deutschland gibt es sie, und sie fristen ein jämmerliches Dasein: Straßenkatzen. Ungeliebt und nicht beachtet.

Die Tierschutzarbeit der Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V. dreht sich hauptsächlich um diese verwilderten Katzen, die auf den Straßen im Kalten und Nassen leben und oftmals ohne jegliche Unterstützung der Menschen auskommen müssen.

Doch wie kommen sie dahin? Waren es nicht irgendwann einmal geliebte Stubentiger? Auf jeden Fall wurden sie unkastriert auf die Straße entlassen; vielleicht wurden sie ausgesetzt; vielleicht sind sie auch verloren gegangen und niemand hat nach ihnen gesucht oder sie gar vermisst.

Dann beginnt ihr elendes Leben. Als domestizierte Haustiere sind Katzen nicht mehr in der Lage, sich und ihre Nachkommen vollständig alleine zu versorgen. Sie sind auf die Hilfe der Menschen angewiesen; aber kaum einer interessiert sich für ihr Schicksal.

Die Weibchen bekommen unter schlechten Bedingungen ihre Babys, geraten deshalb oft selber in Not um Sorge ihres Nachwuchses; magern ab und werden krank. Die Kitten haben einen schlechten Start ins Leben. Da sie keine Gewöhnung an den Menschen haben, verwildern sie ebenso.

Haben die Kleinen Schnupfen und können nicht richtig trinken, sortiert die Mutter die Kranken aus, um Kräfte für sich und die gesunden Kitten zu sparen. Die kleinen Kranken verhungern elendig. Von Parasiten übersät, die die Jungtiere quälen, unruhig oder sogar später aggressiv werden lassen, leben sie im Dreck und unter schlimmen Bedingungen. Der Hunger ist stetiger Begleiter dieser verwilderten Katzen und Futterneid in der Gruppe ist nicht selten.

Es ist der reine Kampf ums Überleben. Nur der Stärkere siegt. Wenn es schlecht läuft für einen Wurf Kätzchen und ein anderer Kater, der nicht der Erzeuger dieser Kätzchen ist, den Wurf entdeckt, werden sämtliche Kitten totgebissen. Es ist ja nicht seine Brut. Grausam ist das Leben der Straßenkatzen.

Doch wir Menschen können helfen. Zu den Ursachen des Katzenelends zählen auch Katzen mit Freigang aus Privathaushalten, die mit frei lebenden Katzen immer neue Nachkommen zeugen. Daher: Lassen Sie Ihre Katze kastrieren, damit die Gruppen der frei lebenden Katzen nicht weiter wachsen. Ihre Katze sollte niemals unkastriert in den Freigang gehen.

Und bitte verschließen Sie Ihre Augen nicht vor dem Elend. Melden Sie sich, wenn Sie eine tragende Katze oder gar schon eine kleine Katzenfamilie sehen, die niemandem zuzuordnen ist. Wir fangen die Katzen ein, kümmern uns, indem wir die Kleinen und die Mütter zähmen, und lassen auch die notwendigen Tierarztleistungen vornehmen.

Wir scheuen keine Arbeit und finanzieren auch die gesamten Fangaktionen. 2020 hat unser Verein 192 Fundtiere versorgt, davon über 120 verwilderte Katzen, die wir mittels Lebendfalle eingefangen haben. Diese tragenden Katzen haben über 100 Kätzchen geboren. Das heißt, es wären jetzt immer noch über 220 verwilderte Katzen, die irgendwo unversorgt herumstreunen und sich vermehren würden.

In unserem Katzenhaus zähmen wir durch die Katzenhausstreichler solche Katzen, die nirgendwo mehr eine Chance hätten. Wir lassen ihnen unendlich viel Zeit, bis sie endlich den Menschen nicht mehr als Bedrohung ansehen. Und so können sie auf ein schönes Zuhause hoffen, wo man sich kümmert und sie auch medizinisch, sollte es nötig sein, versorgt.

Doch wer kümmert sich um die Straßenkatzen, wenn sie krank sind? Ihnen geht es elend: abgemagert, geplagt von Katzenseuche, Leukose, Augenkrankheiten, Zahnproblemen, Schnupfen, befallen von Flöhen und Würmern. Bei Katzen, die irgendwann im Winter kein Wasser mehr finden, kann sich schon in jungen Jahren eine Niereninsuffizienz ausbilden.

Katzen leiden still und leise. Sie verkriechen sich und verhungern, wenn ihnen keiner hilft.

Schätzungsweise zwei Millionen heimatlose Katzen streunen durch Deutschland. Um ihnen allen helfen zu können bedarf es politischer Entscheidungen und den Einsatz der Kommunen und Gemeinden. Wir, die Katzenschutzfreunde, können aber den Katzen helfen, die wir hier bei uns vor Ort finden. Und wir helfen.

Bitte unterstützen Sie unsere wertvolle Tierschutzarbeit mit einer Spende oder auch gerne mit Unterstützung für den Umbau unseres Außengeheges und unserer Quarantänestation.

Weitere Infos unter info@katzenschutzfreunde.de oder die Hotline 02646915928

www.katzenschutzfreunde.de

Spendenkonto: IBAN DE61 5776 1591 0416 1258 00
Volksbank RheinAhrEifel eG

 

Großzügige Spende von der Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz

Die Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V. konnten sich für ihre Schützlinge im Zuge der Weihnachtsspendenaktion von der Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz und der Lottoannahmestelle des Edeka Marktes in Kempenich über eine Spende von 1.000 € sehr freuen.

Der Geschäftsführer Christian Keller schlug den ehrenamtlich arbeitenden Verein für diese Spende vor. Er, als Mitglied der Katzenschutzfreunde, weiß, wie wichtig solche finanziellen Unterstützungen dieser Tierschutzarbeit gerade in der schwierigen Pandemiezeit sind.

Mit einer Futterspendenbox in seinem Markt unterstützen er und seine Kunden schon seit Jahren den Verein.

Ein ganz herzliches Dankeschön.

Happy End für Zoe

Im Katzenschutz gibt es oft traurige Momente und schlimme Erlebnisse, die uns zutiefst erschüttern. Aber zum Glück gibt es auch schöne Dinge, die uns wieder Mut machen und die zeigen, dass man die Hoffnung niemals aufgeben soll.

Solch eine schöne, hoffnungsvolle Geschichte ist die Geschichte von der kleinen Katze Zoe.

Zoe entwischte am 29. Mai 2020 beim Umzug ihrer Besitzer aus der Wohnung. Nicht nur, dass sie die neue Umgebung noch nicht kannte; sie hatte bisher überhaupt keine Erfahrung mit Freigang gemacht. All die Gefahren, die es draußen für Katzen gibt, kannte sie nicht. Wie sollte sich die Kleine da behaupten können?

Ihre Besitzer suchten sie natürlich. Doch nach vielen Versuchen gaben sie die Suche auf. Doch wir, die Katzenschutzfreunde, gaben nicht auf. Wir kümmerten uns, wie so oft; setzten alle Hebel in Bewegung, um die Kleine zu finden, und schalteten mehrmals Anzeigen.

Und wir hatten Glück. Oder besser: Zoe hatte Glück. Nach über 6 Monaten konnte die hübsche Tigerin mit einer Lebendfalle eingefangen werden. Sie war mittlerweile sehr scheu geworden. Aber sie lebte – und das war das Wichtigste.

Wie konnte das gelingen? Was war nach Zoes Weglaufen passiert?

Der Kater des tierlieben Nachbarn, wo Zoe vorher wohnte, hatte Zoe mit nach Hause genommen. Und so konnte die kleine Maus angefüttert werden. Innerhalb von 2 Stunden ging Zoe in die Falle und war somit gerettet.

Mitglieder der Helfergruppe der Katzenschutzfreunde kümmerten sich um die Kleine und fuhren sie auf eine Pflegestelle, wo sie sich jetzt ausruht und erst einmal ankommen darf; inzwischen geht es ihr sehr gut. Und die Geschichte hat noch ein weiteres Happy End: Denn Zoe darf bei ihrem Retter sehr wahrscheinlich ein FÜRIMMERZUHAUSE haben.

Die kleine Zoe hatte großes Glück. Aber viele Katzen haben dieses Glück nicht. So oft entwischen Katzen und kommen nicht mehr zurück.

Die Katzenschutzfreunde haben daher eine große Bitte:

Melden sie sich bei uns, wenn eine zugelaufene, unbekannte Katze hungrig vor ihrer Tür steht – unter der Hotline 02646915928 oder per Mail: info@katzenschutzfreunde.de.

Wir helfen!

10.02.2021

Unser Wunschbaum beim Fressnapf in Ahrweiler trug dank der tierlieben Spender und der

hilfsbereiten Mitarbeiter unter der Leitung von Patrick Krumbeim sehr viele und große Früchte.

Es war für unsere Pflegekatzen ebenso ein freudiges Weihnachtsfest, bei dieser gut bestückten

Spendenmenge, sowie eine Unterstützung für unsere Tierschutzarbeit. Im Wert von 230 € bekamen

wir Gutscheine für unsere Pfleglies. 20 Säcke Katzenstreu, einen Trinkbrunnen, eine Transportbox,

mehreres an Spielzeug, über 60 kg an Feucht- und Trockenfutter und vieles mehr.

Wir sagen: Danke, Danke, Danke!!

03.01.2021

Wir heißen das 800. Mitglied der Katzenschutzfreunde herzlich willkommen.

Sara Vornweg ist Tierärztin und unterstützt uns im Katzenhaus.

Die Vorsitzende Andrea Brezina freut sich auf gute Zusammenarbeit.

Kater Chesper nutzt die Situation und kuschelt schon mal mit Sara.

19.12.2020