Vor der Vermittlung

Ist eine Katze das Richtige für mich?

Sie haben sich dazu entschieden, eine Katze als neues Familienmitglied zu adoptieren.

Ihnen ist klar, dass Katzen im Schnitt 12-15 Jahre alt, manche sogar 20 Jahre oder älter werden.
Sie sind bereit, für eine solche Zeitspanne die Verantwortung für das Lebewesen zu übernehmen.

Aber haben Sie wirklich an alles gedacht, als Sie ihre Entscheidung, eine Katze zu adoptieren, getroffen haben?

Hier finden Sie eine kleine Checkliste, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen soll:

1. Sind bei Ihnen oder in Ihrer Familie Allergien gegen Katzen bekannt?
2. Können Sie sich eine Katze finanziell erlauben?

Für eine Katze benötigen Sie Futter und Katzenstreu. Informieren Sie sich über die Kosten am besten im einschlägigen Fachhandel oder überall dort, wo es Futter und Streu zu kaufen gibt.

Kommt zum ersten Mal eine Katze neu ins Haus, muss Zubehör wie Kratzbaum, Katzentoilette, Fressnäpfe und Spielzeug angeschafft werden.

Muss der neue Mitbewohner noch kastriert werden, kommen Kosten von etwa 100 – 120 Euro für eine Katze und etwa 60 – 90 Euro für einen Kater auf Sie zu. Für jede notwendige Impfung sollten Sie etwa 30 – 50 Euro einkalkulieren, je nach Arzt und Art der Impfung. Dazu kommen die Kosten für die regelmäßige Entwurmung und ggf. Flohprophylaxe.

Sie sollten sich auch darüber im Klaren sein, dass eine Katze auch mal erkranken kann und dadurch auch hohe Tierarztkosten entstehen können.

Ein Haustier sollte nie unter finanziellen Schwierigkeiten seiner „Besitzer“ leiden müssen.

3. Ist die Haltung einer oder mehrerer Katzen in Ihrer Wohnung erlaubt?

Diesen Punkt sollten Sie vorher mit Ihrem Vermieter unbedingt klären. Sie sollten ihn auch fragen, ob mehrere Katzen erlaubt sind; grade Wohnungskatzen fühlen sich ohne Artgenossen oft nicht wohl. Sollte ein Balkon zu Ihrer Wohnung gehören und Sie möchten ihn katzensicher einnetzen, dann müssen Sie auch das mit Ihrem Vermieter besprechen.

4. Ist Ihre Wohnung groß genug für eine oder zwei Katzen?

Bei einer Katze sollten Sie Platz für einen Kratzbaum haben. Das Katzenklo und die Fressnäpfe müssen voneinander entfernt aufgestellt werden können. Bei zwei oder mehr Katzen muss ausreichend Platz für Rückzugsräume und mehrere Katzentoiletten vorhanden sein.
Katzenbabys und junge Katzen brauchen viel Raum zum Toben und Spielen, ältere Tiere sind häufig etwas genügsamer.
Freigänger „powern“ sich draußen aus und sind dann in der Wohnung auch mit weniger Platz zufrieden.

5. Wohnungskatze oder Freigänger

Freigänger sollten ausreichend Platz für Streifzüge in sicherer Umgebung haben, ein Radius von einem Kilometer in jede Richtung ist keine Seltenheit. Wohnen Sie in der Nähe von viel befahren Straßen oder Bahngleisen, besteht die ständige Gefahr, dass Ihre Katze überfahren wird. Auf der anderen Seite genießt Ihr Tier die Abwechslung in der freien Natur.
Wohnungskatzen leben natürlich sicherer, möchten aber nicht viel allein sein und brauchen entweder eine zweite Katze oder einen Menschen, der wirklich viel Zuhause ist.

6. Baby oder erwachsene Katze?

Viele Menschen denken, dass eine Katze nur dann eine gute Bindung zu ihnen aufbauen kann, wenn sie schon als Baby in den Haushalt kommt. Das stimmt so nicht. Katzen bauen dann eine gute Bindung auf, wenn sie sich wohl fühlen, egal wie alt sie sind. Eine Katze, die sich nicht wohlfühlt, wird sich ein neues Zuhause suchen.

7. Wie viel Zeit haben Sie für Ihr Tier?

Eine Katze liebt Gesellschaft und Abwechslung. Sind Sie viel zu Hause und Ihre Katze kann außerdem noch in den Freigang, hat sie sicherlich das Paradies auf Erden gefunden. Es gibt aber auch Katzen, die keinen Drang verspüren, die Wohnung zu verlassen.

Sind Sie voll Berufstätig und können nur eine Katze in einer kleinen Wohnung halten, sollten Sie sich ehrlich fragen, ob Sie als Katze damit glücklich wären! Wer lange Arbeiten geht, sollte sich immer überlegen zwei Katzen zu nehmen und sich dann, wenn er zu Hause ist, wirklich viel mit den Tieren beschäftigen.

8. Was passiert mit der Katze im Urlaub oder bei Krankheit des „Besitzers“?

Haben Sie Nachbarn, Verwandte oder Freunde, die Ihr Tier während Ihres Urlaubes versorgen können? Es gibt natürlich auch immer die Alternative einer Katzenpension, die sorgfältig ausgesucht werden sollte und natürlich Geld kostet.

9. Haben Sie bereits andere Haustiere?

Nicht jede Katze ist froh über andere tierische Vierbeiner als Gesellschaft. Daher muss der neue Mitbewohner mit Bedacht gewählt werden und genau in Ihren Haushalt passen.

Alle hier aufgeführten Aspekte können nur einen kleinen Teil der Fragen abdecken und sollen als Hilfestellung gedacht sein. Wir beraten Sie gerne bei Ihrer Entscheidung. Unser Ziel ist, den „passenden“ Menschen für das Tier und das „passende“ Tier für den Menschen zu finden.